Heilpraktikerin

Eleonore Kannegiesser

06706 - 9151718

Naturheilkunde

ein ganzheitliches Gesundheitskonzept

Die naturheilkundlichen Konzepte, die in Europa entstanden sind, sind Bestandteil der Grundausbildung eines jeden Heilpraktikers. Auch aus Asien stammen eigenständige naturheilkundliche ganzheitliche Konzepte, wie z.B. der Ayurveda aus Indien oder die traditionelle chinesische Medizin (TCM). Diese Konzepte sind heute längst in Europa und den USA fester Bestandteil im umfangreichen Repertoire der Naturheilkunde.

Studiert man die Grundlagen dieser Naturheilverfahren, so ist für mich als Heilpraktikerin zielführend, mich auf die Gemeinsamkeiten dieser Konzepte zu konzentrieren und die Verbindung zwischen diesen Verfahren zu erkennen und zu nutzen.

Meine Arbeitsweise mit unterschiedlichen naturheilkundlichen Ansätzen ist immer eine integrierende und keine ausgrenzende. Was den Menschen nachweislich in Asien über Jahrtausende hilft, kann nicht falsch und unwirksam für die Menschen in anderen Teilen der Welt sein und umgekehrt. So befruchten sich unterschiedliche naturheilkundliche Systeme und erfahren eine Weiterentwicklung und qualitative Bereicherung.

Es gibt zahlreiche Verfahren in der Naturheilkunde, die den Patienten wirksam unterstützen. Phytotherapie, Homöopathie, Spagyrik, Bioresonanztherapie, Gesprächstherapie, Hypnosetherapie, Kinesiologie und Psychokinesiologie, Akupunktur und Moxibustion, ausleitende und aufbauende Therapien, sind Verfahren, die ich in meiner Praxis anwende. Bei der Fülle der Verfahren, die dem Therapeuten zur Verfügung stehen, ist es wichtig, die richtige Auswahl zu treffen. Die Kombination der therapeutischen Anwendungen muss für jeden Patienten individuell gewählt werden.

Ein kleine Geschichte soll verdeutlichen wie Naturheilkunde im Grundsatz arbeitet:

Stellen Sie sich ein Haus vor, umgeben von einem Stück Garten.

Das Haus ist in die Jahre gekommen, überall blättert der Putz ab, das Dach ist undicht, der Keller feucht und modrig. Im Laufe der Jahre hat sich in dem Haus auf allen Etagen viel angesammelt. Möbel, die keiner mehr braucht, Klamotten, Geschirr und allerlei unnützes Zeug. Will man sich in dem Haus bewegen, ist kaum ein Durchkommen. Der Garten um das Haus ist verwildert, dichtes Geranke versperrt die Sicht aus dem Fester, Licht kommt kaum herein, der Blick zum Himmel ist weitgehend versperrt.

Der Besitzer dieses Hauses ist frustriert. Er wird dem Verfall und dem Chaos nicht mehr Herr. Er kommt auf die Idee, sich jetzt einmal etwas Gutes zu tun. Er bestellt sich einen sehr bequemen Sessel und lässt sich ein leckeres Menü anliefern. Als der Sessel geliefert wird, gibt es in den Räumen keinen Platz mehr dafür und der Besitzer stellt ihn ins Treppenhaus. Als das Menü angeliefert wird, findet er in dem Chaos keine sauberen Teller und auf dem Tisch keinen Platz, auf dem er die angelieferten Schüsseln abstellen kann. Er packt alles auf den Boden, bedient sich von dort und isst im Stehen.

Als er fertig gespeist hat, fühlt er sich kein Stück besser als vorher! In seinem Bauch fühlt es sich schwer an und in den Därmen rumort es dumpf.

Der Sessel im Treppenhaus lädt auch nicht wirklich zum Sitzen und entspannen ein. Unser Hausbesitzer ist tief enttäuscht. Er hat einiges Geld in sein Wohlbefinden investiert und nun dieses Ergebnis!

Kommt Ihnen das alles ein bisschen bekannt vor?

Wir alle haben mehr oder weniger so ein Haus - nämlich unseren Körper.

Und wir alle haben mehr oder weniger so einen Garten - unser soziales und familiäres Umfeld, mit dem wir immer weniger klar kommen und das uns immer mehr "zu Leibe" rückt.

Und wir alle glauben manchmal, wenn wir uns punktuell einmal eine wertvolle Behandlung leisten oder ein teures Medikament gegen körperliche Beschwerden einnehmen, müsste alles wieder im Lot sein und wir können weiter machen wie bisher. Und dann sich wir enttäuscht, dass dem nicht so ist und suchen gerne auch mal einen Schuldigen für unsere Misere.

Bleiben wir in dem Bild und schauen uns an, wie ein ganzheitlicher naturheilkundlicher Ansatz unser Haus in Ordnung bringt.
  • Um im Inneren des Hauses aufzuräumen, muss der Besitzer erst einmal entrümpeln! Übertragen auf den Körper bedeutet dies, ihn von langjährigen Schlacken durch entsprechende Ausleitungs- und Entgiftungsverfahren zu befreien.
  • Im nächsten Schritt wird renoviert und repariert. Für den Körper bedeutet dies, seine Funktionen mit aufbauenden und regulierenden Maßnahmen so einzustellen, dass der "den Körper bewohnende Mensch" sich darin wohl und "zu Hause" fühlt.
  • Nun geht es ans Einrichten. Hier gilt es eine harmonische Verbindung zu finden zwischen dem, was sich im Haus bewährt hat und dem Neuen, was hinzukommt. Es gilt das Prinzip, das Innere nicht zu Überfrachten, damit der Wert und die Schönheit der einzelnen Teile voll zu Geltung kommt. Übertragen auf den Körper bedeutet dies, dass wir lernen, ein gesundes Maß zu finden. Das gilt für das Essen, die Bewegung, die Erholung, den Schlaf und die Arbeit.
  • Die äusseren Mauern des Hauses stellen gleichzeitig die Verbindung zur Außenwelt dar. Auch hier muss alter Putz runter und die Mauer nach modernen ökologischen Standards restauriert und renoviert werden. Wichtig ist es, eine gewisse "Atmung" der Außenwände trotz der isolierenden Maßnahmen zu gewährleisten.
  • Die Haut und die Schleimhäute unseres Körpers sind unsere Verbindung zur Außenwelt. Neben dem physischen Aspekt ist hier der seelische Aspekt besonders wichtig. Sind wir zu "dünnhäutig", sind wir nicht ausreichend vor äusseren Einflüssen geschützt. Sind wir zu dickhäutig, geht uns so schnell zwar nichts unter die Haut, wir bekommen aber wesentliche Dinge auch nicht mit. Die Naturheilkunde bezieht bei der Behandlung der Körpersysteme wie z.B. der Haut immer auch die geistig seelischen Aspekte mit ein.
  • Der Garten braucht ebenfalls eine grundlegende Durchforstung. Man schaut, welche Pflanzen abgestorben sind, entfernt oder zurückgeschnitten werden müssen. Wo sollen neue, für das Haus verträglichere Pflanzen gesetzt und wo können neue Freiflächen geschaffen werden.

    Ziel der Aktion ist es, dass der Besitzer sich im Garten wohl fühlt und dass der Garten seinem Haus gut tut. Das heißt aber auch, einmal neu angelegt, muss der Garten regelmäßig gepflegt werden. Deshalb sollte er auf das Haus abgestimmt sein, nicht zu groß und nicht zu klein, die Pflanzen sollten ebenfalls nach dem Charakter des Hauses und den Vorlieben des Eigentümers ausgesucht werden. Übertragen auf unser Leben bedeutet dies, dass wir mit uns und unserer Umwelt in Harmonie leben. Das fängt in der Familie an, gilt für unser berufliches Umfeld, unsere Freunde und unsere Stellung in der Gesellschaft. Um ein harmonisches Umfeld zu schaffen, das unserem "Haus" gut tut und es nicht beschädigt, muss man sich von der einen oder anderen Gewohnheit trennen, vielleicht auch von Beziehungen oder einem Job. Unser Leben harmonisch zu gestalten, ist für jeden von uns eine Herausforderung und eine lebenslange Aufgabe. Wichtig ist, dass wir lernen zu erkennen, was uns wirklich gut tut.
  • Wenn nun alles schön und nachhaltig restauriert wurde, kann der Besitzer des Hauses auch wieder von vielen Stellen den Himmel sehen. Der Blick in den nächtlichen klaren Sternenhimmel weckt in fast jedem von uns eine Ahnung, dass da noch etwas ist, das weit über uns und unseren Verstand hinausgehen mag und das unsere Seele tief anrührt.
  • Die Suche nach diesem "Ursprung" ist heute überwiegend eine individuelle und sehr persönliche Angelegenheit und auch nicht mehr zwingend an eine bestimmte Religion gebunden. Der Blick in den Himmel gibt uns jedoch eine Ahnung, dass es noch etwas zu entdecken gibt, tief in uns, das uns heilt.
  • Die großen naturheilkundlichen Systeme, ob abendländische Naturheilkunde, indischer Ayurveda oder traditionelle chinesische Medizin, sind tief verwurzelt in philosophischen und religiösen Systemen, die sich mit den letzen Wahrheiten des Lebens beschäftigen. Wo kommen wir her, wo gehen wir hin, was ist der Ursprung allen Seins. Gerade hier knüpft auch die Naturheilkunde an.
  • Sie hat begriffen, dass der körperliche Mensch zugleich auch ein geistiges Wesen ist. Beides durchdringt und bedingt sich. Körper und Geist sind keine Gegensätze sondern gleichwertige Teile der sie hervorbringenden Natur und des Kosmos.