Heilpraktikerin

Eleonore Kannegiesser

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Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten

eine neue "Landplage" ?

Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten stellen Sonderformen einer Immunerkrankung dar. Die Disposition für diese Immunerkrankung wird genetischen Faktoren zugeschrieben. Ob aus der Disposition allerdings eine Erkrankung wird, hängt von vielen Faktoren ab - insbesondere aber der individuellen Lebensführung. Was dem einen nichts ausmacht, mag den anderen bereits stark unter Stress setzen oder gar krank machen. Wir reagieren nun mal nicht alle gleich.

Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten kommen mittlerweile häufig in den westlichen Industrieländern vor und äussern sich in der Regel als starke Empfindlichkeit gegenüber Stoffen, die uns regelmäßig im Alltag begegnen. Die Bandbreite der Empfindlichkeiten reicht von Blütenpollen, über Hausstaub, Tierhaaren bis zu Lebensmitteln. Unter den Lebensmitteln gelten Weizen, Kuhmilch und bestimmte tierische Eiweiße als Hauptverursacher.

Das Immunsystem reagiert je nach Allergietyp mehr oder weniger stark mit Abwehr, die sich in Entzündungsreaktionen zeigt. Betroffen sind meistens die Schleimhäute des Körpers, wie z.B. das Magen-Darm-System, die Atemwege oder die Haut. Die Symptome zeigen sich unterschiedlich: von dauerhaften Durchfällen und Magenbeschwerden über tränende Augen und Fließschnupfen bis hin zu juckenden Hautausschlägen und Ekzemen.

In extremen Fällen kann sich die Reaktion auf den allergieauslösenden Stoff (Allergen) nach Sekunden bis Minuten zeigen und muss sofort behandelt werden, da es sonst zu einer lebensbedrohlichen Situation kommen kann. Diesen stark betroffenen Personen ist aber durch bereits gemachte Erfahrungen ihre gefährliche Situation meistens bekannt und sie tragen entsprechende rasch wirkende Gegenmittel bei sich.

In der Naturheilkunde betrachten wir verstärkt die Allergieformen und Nahrungsmittelunverträglichkeiten, die sich nicht dramatisch mit einer Sofortreaktion ankündigen, dafür aber um so hartnäckiger anhalten und auch in chronische Formen übergehen können. Hier sind besonders die Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu nennen, deren Symptome wie z.B. Durchfall oder sehr starke Blähungen oft vom Betroffenen gar nicht dem Verzehr eines Nahrungsmittels zugeordnet werden. Aber auch Heuschnupfen, Neurodermitis und Schuppenflechte sind ein häufiges Thema in der Naturheilpraxis.

Auf Dauer können diese chronifizierenden Entzündungsprozesse der Haut und der Schleimhäute deren Funktion stark beeinträchtigen. Das Schleimhautgewebe wird durch die Entzündung für Stoffe durchlässig, auf die der Körper mit "Abwehr" reagiert.

Darmprobleme, die auf einer Nahrungsmittelunverträglichkeit beruhen, führen nicht selten zum sogenannten "leaky gut" Syndrom. Sinngemäß übersetzt heißt dies "durchlässiger Darm". Dieses Syndrom entsteht im wesentlichen durch eine entzündliche Veränderung der Darmschleimhaut. Die Darmschleimhaut (Mukosa) ist die innere Auskleidung des Darmes. Die gesunde Mukosa bildet mit ihren eingelagerten Drüsen den Darmsaft, sie enthält Enzyme zur Spaltung von Nährstoffen, sie transportiert Nährstoffe aus dem Darm ins Blut und enthält Zellen zur Abwehr von Krankheitserregern.

Durch eine dauernde Entzündung (allergischer Prozess) erweitern sich die Zellzwischenräume der Darmschleimhaut und erlauben die Absorption zum Beispiel großer Proteinmoleküle. Normalerweise werden die Moleküle durch einen normalen Verdauungsprozess in kleinere Einheiten gespalten und gelangen erst dann durch die Darmwand in den Körperkreislauf. Das Immunsystem reagiert nun auf die großen Proteinmoleküle bei sensibilisierten Menschen "feindlich" und produziert gegen diese Substanzen (Antikörper), die das Protein bekämpfen. Diese Antikörper können sich in den unterschiedlichsten Körpergeweben festsetzen und eine allergische Reaktion hervorrufen, wenn das allergieauslösende Nahrungsmittel verzehrt wurde. Dauerhaft kann dies zu Autoimmunprozessen führen, die neben der gestörten Verdauung zu Hautekzemen, arthritischen Symptomen und anderem mehr führen.

Aber nicht nur die zu großen Proteinmoleküle können durch die Darmwand hindurch gelangen, sondern durch die zu "weit geöffneten Tore" der Darmwand passieren Parasiten, Bakterien, Pilze, und andere im Verdauungsprozess entstehende Moleküle, die in dieser Form nicht in den Kreislauf gelangen sollten. Durch das "leaky gut" Syndrom büßt der Darm einen erheblichen Teil seiner Schutzfunktion ein.

Bei allen naturheilkundlichen Therapien allergischer Erkrankungen spielt deshalb die "Sanierung" des Darmes einer herausragende Rolle.

Die wichtigsten Verfahren in meiner Praxis zur Behandlung von Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind im folgenden aufgeführt:

  • 6 wöchige Vermeidung des allergieauslösenden Nahrungsmittels
  • Darmreinigung und Heilfasten
  • Ernährungsumstellung auf basenreiche Ernährung
  • Erhöhung der Trinkmengen (Wasser, Kräutertees) auf 1,5-2 l/Tag
  • Optimierung des Säure-Basenhaushaltes des Körpers
  • Gewebeentschlackung durch naturheilkundliche Medikamente und Kuren
  • Therapiebegleitende Bioresonanztherapie
  • Gezielter Darmaufbau durch Mikrobiologische Therapie
  • Orthomolekular -Therapie
  • Akupunktur
  • Homöopathie
  • Langfristige typgerechte Ernährungsumstellung
  • Psychologische Beratung

Je nach Symptom kommt eine Auswahl der genannten Verfahren zur Anwendung und wird individuell auf den Patienten abgestimmt.